Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Ruinen Babylons
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 3)
- Language
- German
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9* Scl> akezar. Ich will dich dahin geleiten; denn lcicht könntest du den halb verloschenen Pfad verlieren, dich in Wüsten verirren, und den Schlupfwinkeln der wilden Thicre nahe kommen, die in dieser Gegend so häufig hau« ft», und so oft schon dem Wanderer, der ihnen nicht auszuweichen wußte, gefährlich wurden. Meine Ziegen mögen indessen in diesem Gesträuche das junge Laub ruhig abwciden, denn so weit getrauet kein Waldthicr sich vorwärts, und zum Ucberfluss weidet D a k b a k u r, mein friedli« cher Nachbar, seine Heerde in der Nahe, um bei Gefahr ihnen seinen Schutz angedeihen zu lassen. — Aber sage mir Fremdling, wenn du es weißt, welche Verbrechen waren es, die die mächtige Hand Gottes so stark waff« nere, um so schreckliche Strafgerichte in so übcrschwenglichem Maaße über diese Stadt auszuschütten? Warum mußte sie von ihrer über alle Städte hervorragenden Höhe so tief in den Staub hinadsinken? Warum mußte sie ohne Hoffnung des Wiederauftommcns, so völlig zu Boden geschlagen, so ganz, so unwiederbringlich zertrümmert werden? Hem an. Lange sah das allsehende Auge über uns ihr unabläßiges Streben, ihr gewaltiges Treiben und Drängen zur Unterdrückung der Menschheit, zur Befriede« gunq ihrer gränzenloftu Habsucht, zur Sättigung ihres unbeschränkten Ehrgeitzes, und zur Stillung ihrer sich immer mehrenden Ucppigkeit und Wollust. Nicht ohne frühere Ermahnung kam ihr Sturz. Erlauchte Männer, getrieben von Gottes Geist, ermahnten, drohten und verkündeten ihren Fall — vergebens. Endlich war das Maaß ihrer Sünden voll, tief unter ihrer Last senkte die Waagschale