Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Ruinen Babylons
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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91 reit, dich auf den rechten Weg zu leiten. Diese Spuren von Fußsteigen führen zu keiner bewohnten Gegend. Die wildwachsenden Gesträuche, die ineinandergeschlungenen Dorngebüsche, welche bei jedem Schritte dir den Weg versperren, zeigen es dir deutlich, daß silten eines Men« schen Tritt sich hieher verirrt. Verfolgst du die Spur die« ses Pfades, so gelangest du zu den grauenvollen Ruinen — des einst so mächtig gepriesenen Babels» d!c nun einen entsetzlichen Anblick der Verwüstung darbieten, wovor je« des Auge zurückschaudert. Hem an. Sind es die Ruinen Babels, wohin ich gelange, so bin ich auf dem rechten Wege, denn eben diese sind es, wohin meine Neugierde mich treibt. So schauerlich ihr Anblick einem Menschen ist» so schrecken« voll, so entsetzlich er ihn an die Vergänglichkeit aller irdi« schen Herrlichkeit erinnert, so kräftig spricht er ihn zugleich an, daß eine vergeltende Hand über die Handlungen des Menschen allmächtig waltet» welche die Strafe dem Laster auf den Fuß folgen laßt. Noch kräftiger als jeden an« dern Menschen ergreift dieses Gefühl einen Nachkömmling jenes unglücklichen Volkes, welches «Hedem hier ungerech« ter Weise in Sklavcnfesseln schmachtete, und Drangsale ohne Gleichen erlitt. linge seiner Muse der Redaktion der Sulamith und den tesern dieser Zotschnst zur Heurrdrilung vor. Ibr kom» prkenter Ausipruch soll rmscbeden, ob er von Zeit zu Zeit diesem Versuch« mehrere folgen zu lassen sich getrauen darf. Gärige Zurechtweiiung würbe ihn zum herzlichsten Dank verpflichten, denn nur dies» ist die Feuersäule, welche seine mit «nsichrrn Tritten eröffnet» Bahn erleuchten kann. G -