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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 2 · p. Seite 82

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 2
Article
Frankreich [Nachricht]
Date
1812-01-01
Page
Seite 82 (sequence 4)
Language
German
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nur im Schatten der Aufklärung blühen, lind Aufklärung ohne Freimüchigkeit ist wie der Gedanke ohne Sprache. Herr Berr wurde in öffentlichen Blättern, die sich zu Anwälten der Finsterniß aufgeworfen, beschuldigt, diese Freimüchigkeit so zu übertreiben, daß sein Kurs so zu sagen, nur gefährliche Proftkyten bilden könnte. Dies« Be« sorgnisse des Obscurantismus waren freilich ein günstiges Vorurcheil für des jungen Gelehrten Beredsamkeit und son« stigen Eigenschaften zu dem hohen Lehrstande. Allein er mußte doch den leidigen Schluß daraus ziehen, daß Neid, Haß und Meinungen zu viele Dornen auf jenen Pfad säen würden, den seine Zuhörer nur mit den Rosen einer hei« tcrn Einbildungskraft bestreut zu finden geglaubt hätten, und leistet daher auf die dießjährigen Vorlesungen Ver« Mt." *) ״) Herr Michel Berr, (jüdischer Religion) Advokat zu Nanc», ist ein, besonders in Frankreich, rühmlichst bekannter Schrifrsteller, und auch den Lesern der S ulamith als solcher durch seine Schrift: ״Zuruf an die Gerechtigkeit der Nationen u. s. w. bei Seligenheit des tünevillrr Kongresses n. s. iv. " (man sehe Sulamith 2ten Jahrgangs 5teS Heft Seite 320) langst vortheilhaft bekannt. Er versteht d׳'e deutsche Sprache, kennt die deutscbe Literatur gehörig und ist ein großer Verehrer derselben. Seine Verlesungen in Paris, in welchen er die deutsche Literatur hocbg'priesen uno gründliclr beurtheilte, hatten ihm auch daher wahrscheinlich d>» Unwillen vieler seiner Landsleute zugezogen, welche oft die deutsche Literatur aus llnkunde nicht zu würdigen verstediii, und aus Stolz und Nbneiqung nicht c•׳.»:!oben dören. Als sich Herr Michel Berr, diesec in /de׳.» Betrachte achtungswurdige Mann, in den Iubren 1״'S und 1309 einige Zeit in Kassel aufhirlt, irr! :c chu Johannes von Müller kenne», welcher

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