Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Menasse ben Israel, der glückliche Sachwalter seiner Glaubensgenossen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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4 zehnten Jahrhunderts an, bis zur Mendelsfvhnschen Epoche, geliefert, sich von Holland aus unter Israel verbreitete. Unter den merkwürdigen jüdischen Gelehrten, wek» che während dieser Periode in Holland lebte::, verdient Menasse bcn Israel einen vorzüglichen Rang. Ce. boren zu Lissabon im Jahre 1604, wo seine Eltern, welche aus der abarbannelischen Familie abstammten, heimlich ihrer angeerbten Religion nachhingeu, mußte er in einem Alter von zehn Jahren mit denselben das portugiesische Gr« bieth, aus Furcht vor der argusaugigen Inquisition, verlassen, und kam dann nach Amsterdam, wo sein nach Kenntnissen dürstender Geist sich mit den literarischen Schätzen von zehn verschiedenen Sprachen, die er verstehen gelernt, nährte. Er wurde bald der Verfasser einer außerordentlichen Menge Schriften in verschiedenen Sprachen, und erwarb sich die Freundschaft vieler holländischen christlichen Gelehrten, vo>^ züaiich aber d!e des unsterblichen Grotius und des geist« Ilchen Gelehrten Caspar Barlaeus, mir welchen bei« den er im vertrautesten Umgänge lebte. Aber mehr noch als literarisches Verdienst zeichnet ihn das Unternehmen aus, seinen Glaubensgenossen, welche im Jahre 1290 aus England vertrieben worden waren, den Eingang daselbst wieder ::: verschaffen. Er hatte nämlich schon im Jahre r6;o em Luch über diesen Gegenstand in englischer Sprache verfaßt, und cs umer dem Titel: die Hofuung Israels. ’) dem englischen Parlemente dedicirt. Als ihm nun von Leitet! des Parlenienrö diese Schrift in den Huld« vollsten Ausdrücken beantwortet wurde, ging er im Jahre *) «mp ישראי1