Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Menasse ben Israel, der glückliche Sachwalter seiner Glaubensgenossen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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3 Holland in gesunden und sogar schönen Theilen der Städte ihre Wohnungen an, ohne sie mit irgend einem auszrichnenden Tribute zu belegen, und ohne ihren Klei« dem entehrende Kennzeichen anzuhängcn; sondern man ließ sie daselbst auch die Früchte ihres unermüdlichen Gewerb» ficißes, ungehindert und unbeneidet, auf jede Art genießen. Prächtig ließ man die Citadellenahnliche portugiesische Synagoge zu Amsterdam emporsteigen, und die christlichen Gelehrten daselbst wetteiferten sogar, sie mit ihren Inschriften zu verschön. *) Aber so wie hie jüdische Neligionsübung blieben auch die jüdischen Resigions- und wissenschaftlichen Bücher von jeder Art boshafter Neckerei unv kleinlichen Censurgeistes verschont. Bald wurden daher in jenem Lande die schönsten und vortrefstichsten hebräischen Druckereien, die man je gesehen, errichtet, welche die jüdische Nation, beinahe in allen Erdtheilen, mit ihren vorzüglichsten Werken versahen. So wurde!ene Republik, nicht nur als glucksicher Cchutzhafen von jedem im Sturme des verfolgenden Fanatismus umhergezagten Israeliten, bell achtet; sondern auch 1ene bessern Köpft der Israelitischen Nation, welche noch h,r und da Liebe zur Literatur uird Wissenschaft befaßen, vereinigten sich beinahe alle in einem Lande, wo sie nicht nur den Verlag ihrer Werke ungehindert besorgen, sondern wo sie auch mächtige Unterstützung bei ihren reichen, in ungestörter Betriebsamkeit lebenden Mitbrüdern finden konnten. Mau darf sich daher nicht wun« dern, daß beinahe alles Schöne und Nützliche, was noch die hebräische Sprache von den ersten Jahren des sich- ') Sieh« Sulamitl» 4l<r Iahrq. Lies Heft, Seite ic* D H A §