Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über die Verbesserung der kirchlichen Verfassung der Israeliten in den Königl. Preußischen Staaten
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 404 (sequence 24)
- Language
- German
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404 tvinn für die Israeliten der daraus entstehen wird, ist dieser, daß sich auch in Deutschland mehrere junge Leute dem geistli« chen Stande, und dem rabbinischen Studio überhaupt, wid« men werden, und wir werden künftig bei der Wahl eines neuen Rabbiners nicht mehr so in Verlegenheit sein, und nicht mehr warten dürfen» bis uns Polen oder Rußland einen Rabbi znkommen lassen wird. Es wäre sehr zu wünschen, daß wenigstens in jeder Provinz eine ordentliche Anstalt zur Bildung künftiger Rabbincn errichtet werden möchte. Diesen Wunsch fühlt gewiß jeder achte Israelit, in dessen Herzen wahre Gottesfurcht wohnt, und jeder vernünftige Rabbiner wird eine solche Anstalt aus allen Kräften sicher zu unterstützen suchen. Leider wird die Abnahme des rab« binischen Studiums, ja der öffentliche Haß gegen dasselbe immer größer und größer, auch werden hie und da die Folgen davon schon fühlbar, ohne daß man sich etwa entschließt, etwas für die Sache zu thun. Wie glaubt man etwa, daß es dann um die Israeliten besser werden wird, wenn alle talmudischen Kenntnisse aus deren Mitte verbannt sein werden? Wird es etwa da besser sein, wenn Zeiten kommen werden, die der große Iesaias (6. z,!, 7.) dem Volke gedrohet hatte? Ist da Heil für die Israeliten zu erwarten, wenn wir bei der Wahl eines neuen Rabbiners aus Mangel an bessern Subjekten, den ersten besten, finstern, selbst in rabbinischen Kenntnissen sehr beschrankten Klausner werden wählen müssen? Wahrlich nein! — Der Herr Zebaoth hat es ausgesprochen: ,,So lange Sonne, ״Mond und Sterne am Firmament« kreisen, so lange soll ״und wird die Nation bestehen." — ״So wahr ich der ״Ewige unveränderlich bin, so sollt auch ihr Kinder Jakobs