Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedichte
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Der ihm der kühnen Natur kühnste Erscheinung verbirgt Da empfangt er die Weih', und wird ein Lehrer der Menschheit» Die er auf mystischem Pfad zu dem Natürlichen führt. Dunkel umgiebt ihn und Nacht, es bergen ihn Schatte» und Wolken; Doch bc! dem leuchtenden Strahl wallen Nationen dahin. Büschenthal. 2) Wille und Thal. Mit Blüthen reich geschmückt, mit tausend Zweigen, Steht auf der Ebne da, der stolze Baum; Zur Freiheit strebt er nach des Himmels Raum, Herab zur Erde zieht ein heimisch Neigen. Doch wie cs ihn auch drangt, empor zu steigen, Er küsset ewig nur des Aethers Saum; Vermahlung mit dem Höchsten ist ein Traum, Und das Verlangen muß in! Bilsen schweigen. Der Bund, den Erd' und Himmel sich beschworen, Wird ewig in dem Weltenplan regieren; Ihn wird kein Wunsch verdrehen und verwandeln- Dem Himmel einst, der Erde letzt geboren» Mag jenen unser Wille wohl berühren ~ Doch st, für diese unser menschlich Handeln. Bü schenthal.