Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedichte
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 2)
- Language
- German
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Doch was nahet fich dort, in der Nacht Gewand und der Trauer? Dieser schweigende Chor kragt eine Leiche dahin. Also braus! es auf mir, in ewigem Wcchftlgcdl äuge; Altes entfuhrt mir, eS bringt Neues mir jeder Moment. Aber unter mir tief, in hochaufschwcllendem Bette, Fließt die ewige Bahn, ruhig, der wogende Strom. An den Bergen gefällt, den himmelslützenden Säulen, Gießt er der Urne Stolz nur in den Ozean aus. Nimmer wird er vom Wechsel gehemmt, und nimmer be« fiugelt; Seinem spiegelnden Glan; drückt keine Furche sich auf. Wolken nur, und Stürm', und des Winters starrender Eisgang, Nur des Himmels Gewalt zeichnet die Regel ihm vor. — Dir ein Dildniß, o Mensch, erbaute mich weift der Meister: Drücke ist dir die Welt, Strom dir die rauschende Zeit. Jene zeigt dir den Wechsel, des Zufalls bunte Gestalten, Wo Erscheinung stets an die Erscheinung sich reiht. Aber unter ihr hin, in sicher geordnetem Eicise, Wälzt den ewigen Strom, ruhig, di: wogende Zeit. Stets im Zerstören sich gleich, und stets dasselbe gebährrnd. Zeigt d>r der Stunde Bild, was das Jahrtausend dir zeigt. Ihrer liefe Geheim« ißchurchdrinzt nur das mächtige Fatum, Und mit gigantischcin Arm regt es die Finthen ihr auf. Da entsteigt ihr das Wunder, die Rieftngeburt des Momentes, Welche in heiliger! Flor dunkel die Sage vcrdüllr. Nur dir Forscher rrhebt den dnftizwebeuden Schleier- D d!,