Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rabbi Elias Levita, größter hebräischer Grammatiker und Literator des sechzehnten Jahrhunderts
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 362 (sequence 2)
- Language
- German
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der Ideen war nun gesorgt; denn die Tuchdruckerkunst war erfunden, und bald verbreiteten sich uuter den Völkern Kenntnisse und Wissenschaften in einem Grade, wie es noch kein vorhergehendes Zeitalter gesehen. Aber während dieser glücklichen Epoche der Völker« Veredlung trat eben die traurigste Zeit für die Geisieskultur des Israelitischen Volkes ein. Derjenige Thcil der Israeliten, aus welchem in den vorigen Jahrhunderten ih« re großen Lehrer und die Fackelträger ihrer Aufklärung hervorqegangen, die Israelitischen Bewohner Spaniens nämlich, waren nun nicht mehr beisammen; das fünf« zehnte Jahrhundert hatte mit ihrer schaudcrvollen Vertrei« bung aus jenem Laude geendet. Zersprengt war nun der edelste Theil der Nation, zersprengt in die Seestädte En« ropa's und des nördlichen Afrika's, bis an die verwilber« ten Küsten Asiens und des neuen Amerika's schauerlich« wüsten Ebnen — und mit ihrer aufgelösten Vereinigung ging auch ihre edle wissenschaftliche Betriebsamkeit größten« theils verloren. -In dem stark jubaisirten Polen regte sich nun eine mächtige Geisteslhaligkcit — keine solche, wie die der ehemaligen spanischen Juden, welche so vick Licht und Aufklärung unter den Israeliten verbreitet hatten; sondern eine Thätigkeit der entgegengesetztesten Art, welche alles vorhandene Wissenschaftliche zu ersticken und die dickste Finsierniß unter den Israeliten dergestalt zu verbreiten begann, daß es auch auf die Israeliten in Deutschland und in andern Landern, wo viele polnische Rabbiner! äuge« stellt wurden, den höchstnachtheiligsisn Einstuß hatte.