Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedanken-Kollektion
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 356 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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verfehlen möchte. Mancher betritt den Wegzur wis n» schaftlichni Wahrheit mit eincm eben so unbefcstigtea schwankenden Glauben, wie jener besorgli.he Conversns. Wenigen ist das Auge des Adlers verliehen, um wie «r der Sonne ins Auge zu schauen. Schön ifi's, edel zu denken, noch schöner, edel zu handeln; denn dieses setzt jenes voraus. Der Muth erwirbt den höchsten Adel, wenn er gegen das eigene Her; zu Felde zieht. Er ist die Stütze seiner Mutter, der Unschuld, und der einzige sichere Pilote im Sturme des Unglücks. ES giebt weniger Thoren als man glaubt; nur das gegenseitige Verstehen der Menschen ist schwerer als man ahndet. Es bedarf k'ines Verstandes, um immer den gangbar« sicn Meinungen ° es Augenblicks an;uh >ng,׳n; aber es bedarf eines großen, um heute schon zu denken, wie die Welt erst >n dreißig Jahren allgemein denken wird. Das Grab ist nicht tief, es ist der leuchtende Fuß« tritt eines Enaels, der uns sucht. Wenn die unbekannte Hand den letzten Pfeil an das Haupt des Menschen scn» dct: so bückt er vorher das Haupt» und der Pfeil hebt bloß die Dornenkronen von seinen Wunden ab. Der Geist erwacht und wird erwachen, wenn das Einnenkicht ansüstljt, wie Schlafende erwachen, wenn daS Nachtlicht ausiischt. An dem Obciiskus der Unsterblichkeit ist das Leben aller unserer Geliebten, wie an dm desRanmssis, ge-