Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Gedichte
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 2)
- Language
- German
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Ob wohl von ihrem schönen Munde Ihm lächle seiner Liebe Giück. Ost hatte ihn mit Wohlgefallen Die Fürstentochter anaeblickt» Und ausgezeichnet ihn vor Allen, Vor Allen ihn mit Lob geschmückt. Dreß war dem Jüngling nicht enkzangen, Und jeder Blick, und jedes Worr Riß ihn zu tobendem Verlangen, Zu ungestümen Wünschen fort. In eines Lieds versteckter Klage Entdeckt ihr itzt sein trnnkner Much, Daß das Verhangniß seiner Tage In ihres Willens Allmacht ruht. Doch eben flüstert eine Dame Des Scherzes Wort an Kunignnd, Und, kämpfend mit geheimem Grame» Spielt ihr ein Lächeln um den Mund. Da wird es Nacht vor seinen Blick.», Verspottet wähnt er sichren Schmerz; In Thronen will sein Lied ersticken, Zu springen droht sein volles Her! Ergriffen von dem Angstgezitler Und tlntcrliegcnd feiner Qual, Flicht — ein Erstaune:: aller Witter — Er aus dein stolzen Fürstensaal.