Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Worte über die Israeliten in den Staaten Sr. Majestät des Kaisers von Österreich
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 4)
- Language
- German
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mit vielem Fleiße gesammelt, und in seinem klassischen Werke: Pohlens Staatsveränderung und letzte Verfassung, einverleibt hat." ״Die wirksamsten derselben waren wohl die Verord« nunqcn, daß kein Rabbiner gewählt werden konnte, der nicht die Kenntniß der deutschen Sprache besitzt, und nur derjenige Knabe den Talmud siudiren darf» der sich aus« weisen kann, die deutsche Schule mit Nutzen besucht zu haben." ״Um den Juden auch so viel möglich den religiösen Fanatismus, der von so vielen heruniftreichendc» Predi« gern und unberufenen Skriblern ausgebrütet und verbrci» tet worden ist, zu benehmen, hat die Staatsverwaltung ihr Augenmerk auch auf die Ceusnr der rabbinischen Lite« ratur, und vorzüglich auf jene der Kabalistik, gerichtet. Das Predigen in den Synagogen ist den wandernden Schwärmern durchaus untersagt, und die Censur dem ge« lehrten Israeliten, Herz Homberg, einem Feinde alles dessen, was gegen die gesunde Vernunft zu Felde zieht, anvertraut worden." ״Als die Galizischen Juden aus ihrer Lethargie erwach« ten und zur Erkenntniß des Guten gelangten, beherzigten sie diese heilsamen Anstalten, und man giebt ihnen das Zcngniß, daß man seit der Besitznehmung Galiziens von keiner jener Vergehungen gehört hat, die man ihnen sonst zur Last legen wollte, und fügt hinzu, daß man vielmehr gestehen müßte, sie werden nach und nach immer mehr moralisch besser." ״Im Jahre!820 sah die Staatsverwaltung sich veranlaßt, die deutsch« jüdische Lehranstalt mit j.ner der