Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Katechismus der mosaischen Religion zum ersten Unterricht für Israelitische Knaben und Mädchen [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 8)
- Language
- German
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freiem Willen aus dem Nichts hervorgeruftn habe. Soll frei hier heißen, nicht von einer äußern Kraft gezwangen, so scheint uns das so klar, daß es der Eiwäh« nung nicht bedurft hatte; soll es aber heißen, daß die wahre Freiheit nicht in der sogenannten l!;<liir»-rc»!.i;» acquilibri, sondern eben darin bestehe, das Beste thun zu müssen, d. i. in der Entäußerung der Willkühr, so dürfte dieß für das Kind zu hoch scyn. Auf S. 20 heißt <s in der übrigens vortreffiichen Erklärung des;tcn Gebotes: Findest du dieß billig? (daß man Vater und Mut« ter ehre?) Antw. Ich finde es sehr billig. Wir halten es nicht für zweckdienlich, das Kind auf diese Weise zum Aristarchen auszuwerfen, und so zum Naisonncur zu bil« den. S. 2; wird zum Dclege des Verbotes des Selbst- Mordes der Vers citirt: Leben und Tod» Segen und Fluch lege ich dir vor, Wahle das Lebe» (>. D.M. zo,!<-.), welcher offenbar, wie aus dem Zusammenhänge des .Kapitels erhellt, gar keinen Bezug darauf hat. Weit natürlicher scheint uns dieß ans dem 6tcu Gebote selbst zu folgen, welches ja nicht eben nur den Mord eines Andern verbietet. S. 25 sieht nach einer übrigens musterhaften Erklärung des 8ten Gebotes folgende Frage: ״Sind der« gleichen Betrügereien und Diebstähle wahrer Gewinn? Antw. Nein, man verliert durch sie (dadurch) das Zutrauen und die Achtung der Menschen, und hat am Gesivhlnen keinen Segen." Rcc. glaubt, den Hrn. Verf. mit Recht auffordern zu können» jene Frage sowohl als diese Antwort bei einer neuen Austage durchzustreichen. Nichts kann dem rciumoralischen Sinne mehr widerstrrden, als die Ncchtmäßigkeit unserer Handlungen׳ nicht