Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Betrachtungen am Neujahrstage, über die Flüchtigkeit, den Wechsel und den großen Werth der Zeit und über die Anwendung derselben
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 18)
- Language
- German
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240 Hern, hintreten vor das Angesicht des Allwissenden und sagen: ich habe mich gereiniget von dem Schmutze der Sünde und meine Hände mit der läuternden Seift der Tugend gewaschen; ich habe mein Inneres von allem Un» kraute befreiet und Liebe und Gerechtigkeit werden nun besser gedeihen, ich habe meinen Wandel untersucht, nun nimm mich auf an dein unendliches, allerbarmendes Va* terher; und sprich über das reuige Kind deinen Vaterna« men aus, und deine VaterUebe! — ' Und du, Vater! höre sein und unser aller Gebet! der du auf das Lallen des Kindes und des Säuglings merkest. Kur; nur ist unsere Zeit auf Erden und gleich ei» nein Traume ist sie dahin geschwunden; aber ach! lehre uns unsere Tage zählen, um ein weises Herz zu erlangen. Starke nur Jeden in dem heiligen Vorsatze, von dem wichtigen Geschenke, das du ihm gäbest, einen gewissen» haften. go'itlichen Gebrauch zu machen, und die Zeit sei» nes Lebens zur Liebe, zur Tugend und zur Wahrheit an» zuwenden , damit er sich vorbereite zu dem großen Ziele, das auf ihn wartet, damit er hier aussär, um dort reiche Erndlen zu erhalten, damit er hier Schätze sammeln, die er dort benutzen mag, daß er rein und unbefleckt vor bei« ncm Antlitze erscheinen und dich Vater nennen darf. Ach möchten wir doch dieß genau erwägen, und um deine Liebe werben, möchten wir doch immer höher und höher steigen und dem Ideale der Weisheit und Vollkommenheit immer naher kommen! Möchte uns dieses große und er« habene Vornehmen in dkm kommenden Jahre gelingen.