Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Betrachtungen am Neujahrstage, über die Flüchtigkeit, den Wechsel und den großen Werth der Zeit und über die Anwendung derselben
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 10)
- Language
- German
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jeder Zeit, wenn!hm die höchste Macht zu kommen gebietet, die Welt verlassen und mir Freuden sagen kann: ich habe gelebt, denn ich habe genützt und Gutes ge. übt auf Erden. Mir ist die Zeit nicht entschlüpft, kann der Fromme sagen, denn ich habe sie mit Licbesbanden an mich gefesselt und sie bleibt mir und der Nachwelt, denn e i n Augenblick wird es dem andern sage», daß ich ihn zum Heil und Frommen, für mich und für andere angewandt habe.- Wer seine Tage zahlt auf Erden, wird gewiß viertens die wichtigen Folgen nicht übersehen, die ein einziger Tag, eine einzige Emnde, ja sehr oft ein einziger Augenblick auf die ganze Zeit unseres Lebens hat und haben muß. Oft meine Freunde! war eine einzige Minute die Mutter unseres Glücks oder Unglücks! Oft wurde in einem einzigen Momente der Eaamen ausgestreuet zu tau« send reichen Erndten; aber auch der Grund gelegt zu tausend schwarzen Lhate» und zu dem Elend ganzer Lander und Völker und Familien; oft l>at ein einziges Wort, in einer Lekunde ausgesprochen» den Einen beseliget und den Andern elend gemacht und Linge «n das Licht geför« dert, deren Folgen n2ch über das Grab hinausreichen. Wie groß und wichtig!st daher, ich möchte sagen, zcder Atbemzug unsres Lebens u;rt> w!e sehr müssen wir auf unserer >zut syn» >d.׳. zu k״!-)auie», damit er uns nicht entfliehet und unser Ankläger wird; wie aufmerksam müs. sen w>r unsere Tage zahlen. bäum wir weises Herzens werden!