Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Betrachtungen am Neujahrstage, über die Flüchtigkeit, den Wechsel und den großen Werth der Zeit und über die Anwendung derselben
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 9)
- Language
- German
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2ZI Herzens und Geistes, vielleicht ruft dich der Tod ab, und du hinterläßest arme, gequälte Geschöpfe, di« (einen 93a» ter 11 nt» keine Mutter wieder finden, die sich ihrer liebevoll annehmen; sie werden elend und verlassen herum irren, und mit stehender Stimme zu ihrem ersten Vater im Hin!» mel rufen, der ihnen den zweiten Vater genommen, ehe er sich ihnen väterlich gezeigt.- Hast du ihre Erziehung und ihre Dilbung bis jetzt deruachläßigt: so eile und fange eS jetzt an, dieß heilige Geschäft, damit deine Kinder dem Tage ihrer Geburt nicht fluchen, sondern den Augenblick segnen können, wo du ihr Vater wurdest. — Dist du Gatte, hast du «in Weib, zähl« ihre und deine Tage und richte ungesäumt dein Haus zu einem Tempel der Freundschaft und der Liebe ein; entferne jede Zwietracht und jedes unselige Mißverständniß ans deiner Wohnung, und trenne nicht gewaltsam das Band, das Religion und Liebe geknüpft. Zähle deine und ihre Tage, und eines suche sie dem andern recht angenehm und willkommen zu machen, denn bald schwinden die Tage und die Stunden, und du -י mit ihnen — — — Wer seine Tage zählet, meine Freunde! und bereu Wichtigkeit zu schätzen weiß, wird drittens jede Stunde und jede Minute seines Lebens durch etwas Gutes zu bezeichnen suchen und sein Leben nicht nach Jahren, sondern nach weit kleinern Abtheilungen zu berechne« wissen, und jeden Theil derselben so anwenden, daß er zu