Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten aus dem Königreiche Westphalen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 14)
- Language
- German
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Hier, wie dort, erwachen in den Forschenden die tiefsten Gefühle, die» hehrsten Gedanken, die lebhafteste Ueberzcnqung der innigsten Verhältnisse, in denen sie mit dem Urheber alles Erschaffenen steh'n. Das neuqeborne Kind — das» Königskronen aufwiegende, Gesch.nk der Allmacht — fcMummcrt nun eud« Iid) am nährenden Busen der angstentlasttt n Mutter, und macht sie gluck icher, als vcr>va!ste Krösiiße seyn könnten. Zwiefach straolk ihr Gluck >!» Auge des, neben ihr knieendcn, stistd rnkenven Lacers; denn elhori sind se.ne heißen Seufzer: die geliebte Gesahrlu» seines Lebens hat in einem zweiten Wesn ihr und sein eigenes vcrdop« pelt. — Ein Blick des glänzenden Auges, voll Andacht zu den Stcrncnhvhen gesandt, sagt mehr, als d!e schönsten Worte. Doch vermag auch der Frende ׳ berauschte Blick sich nicht zu verhcclen jene Ech >ttense!te dieser Welt, w» Echmer; uns Lnlchcken in unvermeidbarem Wechsel stets sich folgen, wo das lekrre nur durch de» erstem erkauft werden kann. — Doch «1, jener Scene ist cs nun errun« gen. Wohl dem, sanft sich umarmenden, jungen Aeltern« paare, jetzt nun noch inniger vereint durch dieses Pfand ihres heiligen Bundes! Und bald denn wird sie ausgebildeter» die Aeltern» frende — das bewußisynlose Kind verwandelt sich in einen siunbcgabten, lächelnden Knaben; der holde Knabe beut, l oulvivs winkend, snue;arten Häubchen dar; er