Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten aus dem Königreiche Westphalen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306326--03710-2306681- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ttrlaube, m der engsten Verbindung stehen, und eiqent« lieh nie von einander getrennt gedacht werden können. Doch, es erfordert dieser Gegenstand eine allzuweitlaustiqe Erörterung, als daß ich heute langer dabei verweilen könnte» da cs mir genügt, im Allgemeinen davon zu re» den, und mir Vorbehalte, diese wichtige Angelegenheit zum Gegenstände einer besoudern öffentlichen Unterhaltung zu machen. Auch haben wir ja schon manche Schritte auf Vieser uns geöffneten Bahn mit Glück gemacht, und cs bedarf nur des thaügen Fortfahrens und der Empfang« lichkeit aller Thcilnehmer, um das Ziel unseres Stre» beus zu erreichen. Ich kann indcß nicht limhin, und fühle mich besonders veranlaßt, Ihrer Betrachtung zu überlajstn, welchen Einfluß jede auf den Anstand berech- Nete Ordnimg bei unfern öffentlichen Gottesverehrungen, auf die Gottesvcrchrung selbst, das heißt: auf unsre Er« Hauung und Andacht, jeder Zeit stat. Anstand und sitt« liches Benehmen, so wie gute Einrichtungen erhöhen und veredeln jede religiöse und moralische Handlung, und ma« chen die Personen, die darein Theil nehmen, geschickter und fähiger, die Heiligkcit dieser Handlung anzuerkenncn, und ihre Selbstveredlung dadurch zu bewirken. So wahr cs nun ist, daß die Gottesverehrungen auf die Einrichtung des Hauses, worin die Gottesverehrcr sich versam« mein, zur Beförderung der Andacht, zur Herstellung einer guten Ordnung, so wie zur Störung derselben beitragen ktMlN so bewahrt es durch die Erfahrung ist, daß jede wohleingerichtete Synagoge, schon beim Hineintreten des Gottesverehrers, ihn mit einem heiligen Schauer erfüllt, und zur Andacht cinladet: so wahr ist es auch, daß wir