Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten aus dem Königreiche Westphalen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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L-0 geworben! — Genießen wir ja täglich des Glücks: Ki!t» der des schützenden Königs und Vaters Hieronymus Napoleon zu feyn! Empfinden wir ja in allen unfern Verhältnissen dieWohlthat: Westphalens Bürger zu senn; freuen wir uns doch bei allen Gelegenheiten der bessern inner» Ordnung, die unter uns bald ganz einheimisch seyn wird! Allein, auf uns selbst wollen wir die Be« trachtung über die Vergangenheit beziehen; für uns selbst muß es wichtig seyn, unS der verflossenen Zeit auch in so fern lebhaft zu erinnern, damit wir uns gegenseitig fragen können: Haben wir auch alle die Wohlthaten ge» hörig anerkannt? Haben wir auch den Wünschen unsers Monarchen entsprochen? Haben wir auch von dem Glücke, das uns zu Theil geworden ist, guten Gebrauch zu ma» chen uns bemühet? Und was müssen wir auch in Zukunft Ihm? Wie muß unser Bestreben eingerichtet fiyn, um dieses Glückes recht würdig zu bleiben? — Wenn wir uns nicht erkühnen dürfen, von uns zu sagen, daß wir jederzeit alle unsre Pflichten pünktlich er. füllt — denn, wer könnte wohl von sich behaupten: er fündige niemals; wenn wir noch weniger cs wagen kön» neu, zu sagen: wir haben alle das Unsrige gelhan — denn es fehlt ja nicht an Auswurf, und wäre dessen Zahl «och so gering: so dürfen wir cs uns doch gestehen, daß wir stets aufrichtigen Herzens gegen unfern König, gegen unsre Mitbürger, gegen daS Land und seine Ges tze waren; daß wir es uns angelegen seyn ließen, die dankbaren Empfindungen unsers Herzens allen unfern Brüdern und Fremden mitzutheilen, und deren Herz eben so em-