Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Nachrichten aus dem Königreiche Westphalen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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מי der Ruhe genießen mögen; aber auch darum setzte Gott diesen Tag ein, damit er den Menschen Gelegenheit verschaffe, über die verflossenen Tage nachzudeuken, ob sie auch nützlich und nach dem Willen Gottes angcwcndet worden sind, ob keine Pflicht versäumt, kein guter Entschtuß unausgeführt geblieben ist, nnd damit endlich, diese Rückcrinucrung und gottselige Betrachtung die Menscheu auffordcre, in guten Werken fortzufahren, und alles Versäumte nachzuho>en. Einen gleichen Zweck wollte Gott mit der Einsetzung der verschiedenen Fest, und Feiertage verbinden, die, indem sie dem Andenken an eine außerordentliche Wohlthat geweihel sind, den Menschen Veranlassung geben, über alles bis dahin Geschehene und Genossene, mit dem besten Vorsatz ltnd Ge« fühle, reiflich nachzudenkcn. Am sichtbar,flen wird dieser Zweck bei dem angeordncten Neujahrsfeste, welches ganz dazu geeignet ist, dem Menschen die verlebten Tage mit ihren Erfahrungen und Schicksalen, Freuden und Leiden in's Gedachtniß zurückzurufen, und dabei zu erwägen, in wie fern er (der Mensch) selber die Ursache seiner Schick« sale gewesen ist, und was er zu thun habe, um ein gotkgefälliges Leben zu führen» und um seine Zukunft, vor traurigen Erfahrungen zu sichern. Die Menschen haben auch diesem erhabnen Beispiele, und weil es ihren verschiedenen Zwecken vernünftigerweise angemessen war, ihrer Lebenszeit gleichfalls Abrheilungen gegeben, die sie in ähnlicher Absicht, der Ruhe und Erholung, der Freude und dem Wohlthun zu widmen pflegten. Dergleichen sind: der Jahrstag