Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus den vor Kurzem erschienenen Gedichten und Erzählungen de Herrn Professor Aloys Schreiber
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306324--03697-2306670- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ז1$ Das Vergißmeinnicht. Wer gab dir die Farbe des Himmels und der Hoffnunq, und den schüchternen Blick der Liebe? Warum wohnst du nicht bei deinen Schwestern in stolzen Garten» und stehst nur einsam an Wicsenbachen, und in unbesuchten Grün« den? ״Mich hat der Geist der Blumen gebildet, daß ich tröstend sagen soll dem Armen, Verlassenen» er habe noch eine Heimath und eine Liebe. Wo die Kunst wohn un« tcr den Menschen, und sie entfremdet mit sich selbst, da versteht man meine stille Sprache nicht, aber das Her; des in sich Gescheuchten weiß sie zu deuten; denn ihm bin ich ein Zeichen der Hoffnung, und daß Einer si h seiner erinnere, wenn auch die weite Erde nur noch ein Grad für ihn ist." An A r i st. Man muß gestehen, Freund Arist. Daß alles trefflich bei dir ist! Geschmack und Pracht, wohin das Auge blicket, Und reiche Kunst, die Her; nnd Sinn entzücket: Kurz, Freund Arist, mau findet hier Nichts ganz Gemeines — außer dir.