Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Auszug aus den vor Kurzem erschienenen Gedichten und Erzählungen de Herrn Professor Aloys Schreiber
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 2)
- Language
- German
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Doch der Nord verheert die Auen, Jedes Dlümlcin hat sein Grab: In die Erde mit Vertrauen Steckt er seinen Wandcrstab: Und mit hoffendem Gemüthe Schaut er auf zum Stcrnenchor; Und cs bricht die zarte Blüthe Aus dem dürren Holz hervor. Seines Wegs Gefährten fliehen, Geben der Gefahr ihn Preis, Niemand theilet seine Mühen, Und ihn drückt des Alters Eis. Aengstlich sucht er nach der Schwellt, Wo einst seine Wiege stand, Aber fremd ist ihm die Stelle, Niemand beut zum Gruß die Hand. Und er schaut vertrauend wieder Zu dem blauen Himmel auf: Meine Jugend kehrt nicht wieder, Und vollendet ist mein Lauf. Vieles wird der Zeit zum Raube, Doch nicht alles kann vergehn, Einer isi's, an den ich glaube, Einer, den die Sterne sehn. Lieben kann ich, glauben, hoffen, Tief im Dunkel glanzt ein Licht, Und ich sch den Himmel offen, Wenn das Herz im Tode bricht.