Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Pestalozzi über Religion
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 172 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Und der Glaube des Menschen an Gott ist auf Er« den so ungleich, als die Lust und Nahrung ihrer Ge« schlechter. Denn die Spuren der Güte des Herrn, und die Pfade der Allmacht im Staube sind in jedem Himmels« striche anders; darum ist auch in jedem Himmelsstrich das Bild des Ewigen ungleich. Aber es ist nicht an dir, Mensch unter den bessern Zonen, das Bild des Gottes, den deine Brüder, deren Scheitel die nähere Sonne verbrennt, und deren Hirn« schaale der kalte Nord platt drückt, anbetcn, zu verspot« Len. Der Herr im Himmel verzeihet der armen Raupe gar gern, daß sie die Staude, die sie nähret und schützet und erhält» verehret. Irrthum im Dienst des Herrn ist das Schicksal der Menschen im Staub. Oder wer dienet ihm ganz den reinen Dienst des Un« sichtbaren? Wessen Seele ist leer, von irgend einem Bildniß im Dienst, dm cs dem Ewigen weihet? Danke Raupe an deiner Pflanze nur Gott, und ver« ehre sein Bild in der Fülle seiner Güte, in der du lebest, schwebest und bist. Aber, wenn du dankende Raupe die Rose nagst, und dein Bruder die Blätter des Birnbaums oder die Schoß« linge des Weidstocks, oder das niedere Gras des Feldes, und er denn seinen Gott auf den Blattern des Birnbaums,