Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Babels Schicksal=Masa Babel
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 17)
- Language
- German
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137 Hab' ich mit eigner Fußsohl' ausgetrvcknet. Zerschmettert liegt nunmehr der Hammer Der ganzen Erde da! Gefallen ach, Ist Babel, lief gefallen nun! — Die groß War unter Völkern, Fürstin weiter Reiche, Der Staaten Schmuck, Chaldeas Zierd' und Pracht; Die Eoldbestrahite, die auszog in Tausend Gefolgen: Stolze Krone! Macht'ge Stadt! Gehüllt in Seid', in Purpur und in Scharlach, Geschmückt mit Gold, mit Edelstein und Perlen, Idol der Lander! Allgehuldigtr! Die Fürsten selbst zn Handelsleuten hatte, Der Männer Angesehenste zu Krämern. Du goldner Becher in der Hand des Herrn, Woraus den tiefen Rausch das Land, die Völker Verzweiflung tranken — schrecklich fuhr dein Pomp Und all der Harftnklang zur Gruft hinab! Bedeckt von Würmern wirst zum Scheusal du, Dein Pilger ein Entsetze»! — Dein Grundpfeiler, Gehauen tief und weit, von Tannen und Von reichen Hölzern, ihn durchwühlet nun Des Herren Odem, Eckwefelströmen gleich: Des Herren Odem, der zur Hellen Lohe In Zwn lodert, ein Schmelzofen glühet In Ealemü Mauern. Weder Nacht noch Tag Erlischt dein Tophelh, ewig schlagt die Flamm' Empor. Es krächzt der Rabe im verwaisten Pallast: es zischt der Drach' in Prunkgemächern, Es feyern Satyre da ihre Tänze, Und schrei'» m wilder Lust einander zu, So bist d>» nun zur Drachenwohnung worden, Des Straußes Aufenthalt! Des Nachts Gehr ans auf Raub der Wolf und nachgcstellt Vom Parder wird der weiland großen Siadt! — IV. 3ut)rq. I. Band K