Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Babels Schicksal=Masa Babel
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 135 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Ist Dell! gefallen Nebo und Merodach Zu Schanden! Ach gebeugt, gefallen tief! Wohl sprachst du: mächtig bleib ich für und für, Ach Wittwe werd' ich nimmermehr! Sieh da In Ohnmacht liegen deine Söhne schon An allen Ecken, Stieren gleich im Netz, Des Grimms des Herrenvoll! — Es fraß das Schwert Eich satt, und trunken ward's von ihrem Blut! — Vor dem Hochtravp der Roste, dem Geraster Der Wagen und des Rads Geklirre, sehnt Der Vater nicht nach seinen Kindern sich. — Ein Held stürzt über einen Helden weg, Danieder liegen beide rettungslos. Eie brüllen gleich dem Löwen, Leoparden Gleich winseln sie. Geschleift sind breite Mauern, Die hohen Thore ach! verbrannt vom Feuer. Der wilden Flamme strebt das Volk entgegen; Vergebens ist die Müh'! Die Helden sind Gefangen und zerbrochen ihre Bogen. Berauscht Hab' ich die Fürsten alle und Die Weisen und die Krieger mit dem Kelch Der Angst und des Entsetzens; sie entschlafen Den tiefsten Schlaf — O Schwert des Herrn wie lang Noch wahrt die Raserei? — Zurück, zurück In deine Scheide, ruh' und raste nun!- 4. Betrachtung. Voll ist mein Schwert von Blut, fett und im Himmel Getränkt! — Der Festung wasserreiche Flüsse