Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Babels Schicksal=Masa Babel
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306313--03633-2306622- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
133 Ein Würhen in den Straßen! Welch ein Drängen Auf breiten Wegen! — Blitzschnell schießen sie Dahin! — Ha, wie das Roß sich bäumt, wie dumpf Der Wagen knarrt. Bestürzt ach! ist das Nos;, Der Reiter sinnlos! — Welch ein Tag des Grimms, Des Jammers, der Verwüstung und der Nacht! Ei» Tag ist's der Posaun' und der Trometen! Laß sind die Hände aller, feig das Her;!- Zerschmettert liegt der Säugling da; ein Raub Der Habsucht dort rin Haus; geschändet hier Das Weib; dir Cchwangre aufgerisien dort. Auf ihnen lastet der Schuldlosen Blut! — Jbr Hüter, ist die Nacht schon hin? sagt, ist Sie hin? — Forscht nach! kommt eilends wieder! flieht! — Sich» es ereilt ein Herold rasch den andern, Ein Borhe fcUv.t dem andern, zu verkünden Dem Kömge von Babel, daß die Stadt An einem End genommen sey, die Furth Gewonnen, ausgebrannt der See mit Feuer. Erschrocken sind die Krieger alle. Man Ersteigt die Mauer, klimmt auf Häuser. Gleich Den Dieben schleicht der Tod durch seine Fenster. Der Flüße Schleußt» sind gelöst. Pallaste Versinken. Wehe der Gebährerin Ergreift sie; jeder staunt den Nächsten an. Ihr Angesicht bedecket Zeuersglnt. Schon letzen sie mit eignem Fleische sich, Und trinken eignes Blut gleich süßem Wein! — פ ächze Thor! o seufze Stadt! Gebeugt