Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Babels Schicksal=Masa Babel
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1. Drohung. Nernlmm, 0 Welt, des ernsten Gottes Wort! Getaucht in Blut ist fein Gewand. Es geht Aus seinem Mund ein scharfzweischneidig Schwert. Erni Antlitz strahlt, entflammter Sonne gleich! — Auf! zieht gerüstet wider Babel aus! Du Stolze, sieh' ich komm, komm' an dich! Daß hvchmuthsvoll dein Herz mit Größe prahlt, Zum Zorne reizt dicß mein verherrlicht Aug'. Empor zum Himmel steige kühn und gründe Dort deine Macht; ein Adler fleuch dahin Und baue zwischen Sternen dir ein Nest: Ich stürze dich von dannen, spricht der Herr. Ha, wie dein Auge funkelt! Thronst du auch Auf großen Wassern, hegst der Schatze viel, Dein schrecklich Ende nahet schnell herbei. Nein, für dich schlagt der Stunden keine mehr: Mir sind der Hölle Pforten aufgethan. — Noch blühst du, «ine Zeder Libanons,. Auf deinen dicken Zweigen nisten Vögel, In deinem Schatten ruhn die Völker gern, Zahllose Dache trinken deine Wurzeln, Und alle Baume in dem Garten Gottes Beneiden deiner Aeste reiche Fülle. — Doch plötzlich welkst du hin der Blume gleich! Im Feurrzorne tritt der Herr die Kelter: Was trotzest du auf deine weiten Auen Verwegne, auf den Ueberflnß der Auen? I 2