Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Schriften von und für Israeliten [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 10)
- Language
- German
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gen, sondern müssen die reine Wahrheit sagen, Nie wir sie gesehen oder gehört haben. F. Wie heißt das zehnte Gebot? A. Du sollst keine Begierde nach dem Hause deines Nächsten, nach dessen Weib, Dienstpersonen, Dich, und allem seinen Eigenthum haben. F. Was sollen wir nicht nach diesem Gebote? A. Begierig und lüstern nach fremdem Gute scyn. F. Schaden denn geheime Lüste und Begierden? A. Allerdings schaden sie; denn sie machen uns zum Bösen geneigt, da wir denn unvermerkt sinnen und den« ken, daß die Begierde zur Thal übergehe. F. Was sind die besten Mittel wider die Begierden? A. Fleiß, Arbeit, Sparsamkeit und rin unbeschrank« tes Vertrauen auf Gott. Dieß bringt uns zur Zufrieden« heit mit dem, was uns der Allgütige verleihet, und wie werden nicht nach dem Wohl anderer lüstern seyn *). *) Wenn du von der Mühscligkcir deiner Hände issest, Heil dir, es gehet dir gut: (Ps. r-8. Gott läßt die Person des Gerechten nicht darben. (Spr. Sal- 10, z.) Besser wenig in Gottesfurcht, als große Schätze mit Uliruhe. (Das. 1;.) F. Was enthalten also die zehn Gebote überhaupt? A. Die ersten vier Gebote enthalten Pflichten gegen Gott, die fünf andern Pflichte» gegen den Nebenmcnschen, und das letzte Gebot Pflichten gegen uns selbst. F. Wodurch hat Gott die Wichtigkeit dieser zehn Ge« bote gezeigt? A. Dadurch, daß er sie selbst dem Volke unmittelbar vortrug. (; D. M. 5, 19.)