Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Schriften von und für Israeliten [Rezension]
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 98 (sequence 5)
- Language
- German
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9S F. Was will das sagen: ״der dich aus Aegypten ge« führt?" Ist er nicht auch der Gott aller Menschen und des ganzen Weltalls? A. Es will uns, die Nachkommen jenes erlösten Volks, bloß an die Pflichten erinnern, die wir besonders jenem allerhöchsten Erlöser schuldig sind. F. Wie heißt das zweite Gebot? A. Du sollst keine andere Götter neben mir haben, und dir keine Götzenbilder machen, sie gottesdienstlich anzubeten. F. Was verbietet dieses Gebot? A. Abgötterei zu treiben, d. h. etwas für Gott zu erkennen und anzubelcn, was nicht Gott ist; weder auf «ine grobe noch auf eine feinere Art. F. Wie begehet man eine grobe Abgötterei? A. Wenn man Bilder oder Geschöpfe als Götter anbetet und von ihnen Hülfe erwartet. g. Und wie begeht man eine feinere Abgötterei? A. Wenn man irgend etwas in der Welt mehr als den einigen Gott fürchtet, liebt und ihm vertrauet. F. Wer begehet dieses? A. Der abergläubisch ist, d. h. auf Zauberei achtet, falsche Deutung der Zukunft aus seltnen Naturerscheinungen u. d. g. ziehet; imgleichen wer zu viel Zutrauen auf Reichthum und Ansehen, oder auf seine Kräfte und Klug« heit setzt, und dadurch weniger auf Gott vertrauet. F. Wie heißt das dritte Gebot? 31. Du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht unnütz aussprechcn, denn der Herr läßt nicht unbesiraft den, der seinen Namen unnütz auöspricht.