Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einige Bemerkungen über die gewöhnlichen Ansichten bei der Beurtheilung öffentlicher Schulen
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 9)
- Language
- German
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neu Eckmlverrichtungen beizubringen, wenn sich das Haus« wesen zur Unregelmäßigkeit hinncigt. Es kann daher nicht oft genug wiederholt werden: nur iu Verbindung mit euch, ihr Eltern, kann die Schule auf den sittlichen Charakter wirken; nur durch ein gemein« schaftiiches Hinarbeiten nach einem Ziele, können wir unser» Bemühungen einen guten Erfolg sichern. Von t u ch unterstützt vermag die Schule unendlich viel für die sittliche-Vervollkommnung eurer Kinder, durch Ausbildung des Geistes und Erhebung der Gesinnung, mirznwirken; ihre Lehren finden einen sorgfalkig bearbeiteten und em« pfanglichcn Boden, und bald werden sie zur erfreulichen Dlüthe kräftig in die Höhe steigen. Eine, von manchen gegen die neuern CchnlanstalttN erhobene Klage betrift die religiöse Bildung der Schüler. ״Es wird den Kindern gar keine Religion ge« lehrt, sic wissen kaum, was ein Israelit zu beobachten hat." Diese und ähnliche Ausdrücke hört man oft von Leuten, die die Nothwendigkeit der religiösen Erziehung ahnden, oder selbst von religiöser Gesinnung erfüllt sind; die Begriffe, welche sie dabei mit dem Worte Religion verbinden, sind jedoch sehr verschieden. Der Eine versteht darunter die Kenntniß der hebräischen Sprache und der Bibel im Originaltexte; der Andere will damit die Kennt« niß und Ausübung der verschiedenen gottesdienstlichen Ce« remonien andcuten. Daß sie in jedem Sinne eine unge« rechte Klage führen, wird dem unpartheiischen Benrtheiler aus folgenden Betrachtungen einleuchtend seyn.