Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über das Charakteristische und Wesentliche des Israelitischen Volkes
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306296--03516-2306532- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4; Denkmal behaupten, und trotz aller Leiden und Schicksale, welche uns getroffen, können wir lobpreisend mit dem hei« ligen Sänger ausrufen: Dir danke ich, Herr ׳. du züchtigtest mich, Daraus erwuchs mein Heil: Der Stein, den Bauer verschnnidcten, Er, er ist zum — Eckstein worden Und lange, viele Jahrhunderte hindurch blieb der Stein Israels wirklich der Eckstein in dem großen Weltgebäude, und unerschüttert, unangetastet lag er da, keine frevelnde Hand wagte es ihn nur leise zu berühren! Oer Herr selbst diente ihm zur feurigen Ringmauer und verzehrte alles, was ihn ausreißen und zermalmen wollte. Denn so lange jene Forderungen, die an ein glückliches Volk gemacht werden können, auch von dem Volke Jacob in Erfüllung gebracht wurden, lebten sie sicher und unabhängig und alle Völker der Erde sahen, daß sie nach dem Namen Gottes genannt werden und fürchteten sich vor ihnen; aber ach! Die Strafe folgt dem Laster und in ihrem eig« nen Echooße tragt die Sünde den Saamc» zum Unter« gang und zum Verderben, die Hölle. Heute fing das Volk Gottes an vom Wege der Pflicht und der vor« geschriebenen Ordnung zu weichen — und morgen konnte man schon Zerrüttung und Lücken in seiner Staats« Verfassung recht deutlich erkennen; heute fingen sie an die ihnen weislich anempfvhlencn Vorschtiftcn mit Füßen zu treten» und morgen wurden sie selbst von Feindes» süßen zertreten; heute fingen sie an die göttlichen Der« heißuugcn aus ihren Herzen und aus ihren Mauern z» banne», und morgen wurden fie selbst aus dem Her«