Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2304627-2304640-2304641-2306295--03499-2306516- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ater die beiden Brüder wieder ausgeföhnt waren, erhielt auch der Oberste der Vater seine Abgabe wieder. Die Sie« mcmde zu Rom war regiert wie die andern im Abende. Als noch die hellenistischen Einrichtungen bestanden, war ein Archishnagoge-Vorsteher der Gemeinde, Archierei und Hierei versahen den Gottesdienst, wohl eine Nachahmung dessen im Tempel, nur ohne Opfer. Em dritter Grad waren die Didaskalen (Schullehrer). Höhere Vorgesetzte der Juden waren die Ethmarchen, welche gleichsam die Stelle der alten S tamm fürsten (v'U'M) vertraten. Der Gottesdienst war öffentlich; dieses hatten ihnen Julius und Octavianus Casar vergönnt. Die Inden zu Rom feierten sogar die Feste ihrer Könige, als sie deren noch hatten, durch öffentliche Erleuchtungen*). Bürgerlich aber waren sie dem römischen Gesetze unterworfen. Darum mußten sic sich der Vielweiberei und solcher Heirathen, wie siewohl das jüdische Gesetz verstattete, enthalten. Heirathen »nit Römern, Heiden oder Christen, scheinen ursprünglich Nicht verboten gewesen zu seyn. Consiantius und Theodosius untersagten aber Heirathen zwischen Juden und Christen. Uebcrhanpt hat seit dem glücklichen Zeitpunkte Augusts , einige Helle Perioden abgerechnet, der bürgerliche Zustand der römischen Juden sich allmahlig verschlimmert, und wie die Stadt selbst, ist auch diese Kolonie darin stets gesunken, doch weniger an Zahl, als an Aufklärung und innerer Kraft zur Deförderung des Guten. *j Pers. Satyr. 5. (Der Beschluß felgt.)