Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 17)
- Language
- German
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19 streitig, und wiegelte ebenfalls die Morgenlander auf; dir Juden blieben aber dem Casar getreu. Darum war er ihnen qnadig bis an sein Ende, obgleich er späterhin nach der Bezwingung des rebellischen Juden Klaudius zu Rom über die Judaer triumphirte'). Er vcrstanete ihnen wieder die Vollziehung des Bundes unter sich, doch weder an Heiden noch an Christen. Durch ein späteres Gesetz vcrordncte er, das; die Juden zur Vormundschaft der Heiden berufen werden wogten, auch solches nicht von sich weisen dürften. Ein anderes unwiderrufiiches Gesetz maechte sie fähig zu Aemtern in Etadt und Reich, nur das Deknrionat und die lästigen Hosamter durften sie aneschlagen Ihnen die alten Abgaben zu erlassen, vcrstattete jedoch sein Gei; »ichr. Alles dieses bezeugt, daß die Juden nunmehr in Rom wie in den Provinzen vollends cingebür» gert waren; denn ein Fremder konnte keines Römers Vormund, noch Obrigkeit scyn. Eo sind Zeit, Gewohnheit und wechselseitiges Bedürfnis; menschlichen Beistandes immer mächtiger gewesen als Verfolgung, angecrbter Hast und Vornrtheil. Meistens haben sie diese, so feste Wurzel sie auch geschlagen hatten, ans dem menschlichen Herzen getilgt, niemals aber die natürliche Macht der Billigkeit und jener Rechte, deren Urkunde im menschlichen Antlitze geschrieben stehet, und die oft in den Gemächern der Menschen und in ihrem Leben selbst langst wieder herrschend sind, wenn jene nur noch der tobte Buchstabe ausspricht. Der jüdischen Kolonie zu Rom würde fortan der Genuß *) S|>;ui i;m. in Sevoro. übt. des Juil's L.. VIII. CL. IF. p. 47 et 48 D r