Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 4 (1812)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Juden in Rom
- Date
- 1812-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 16)
- Language
- German
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jener den Cäsar Antonin erst in dessen letzten Jadren gese« hen haben, oder e6 war dessen Nachfolger, der Cäsar Mark Aurel, auch Antonin der Philosoph genannt, den die Rab. Hünen meinen. Indessen wissen die gleichjeitigen und alle später« römischen Geschichtschreiber gar nichts von diesem Verhältnisse. Antonin der Fromme bekriegte die abermals aufrüh^ rerischen Juden im Orient, doch gerechter wie Adrian nahm er dessen harte, die Ausübung heiliger Bräuche beschrän« kenden Verbote zurück; nur die Aufnahme von Heiden in den jüdischen Elqubensbund untersagte er bei schwerer Strafe. Das besondere Schicksal der Juden zu Rom um diese Zeit wird aber nirgends angedeutet, nur zu vcrmuthen ist, daß sie sich der besonder« Gunst der Antonine und ihrer ersten Nachfolger nicht zu erfreuen hatten; denn der Aufstand ihrer Brüder im Morgenlande wurde ihnen «och gedacht, und das Jener dieses Aufruhrs harte hier und da noch Funken zurückgelassn, die jedoch bald zer« treten wurden. Auch hatten sie mit dem Kassius Parthei gemacht, der sich in Syrien zum Kaiser ausrufen ließ, dafür er aber mit dem Kopfe buffen mußte. Uebrigens haben wohl die Juden zu Rom früher schon den häufigen Verkehr mit denen in Palästina aufgegeben; Entfernung und Länge der Zeit hatten zwischen beide bereits einen be« deutenden Unterschied der Sprache und der Sitten gestellt; nur die Religion war und blieb, wie zu allen Zeiten, die Eine. Neunzehn Jahre nach dem Aufstande des AvidiuS Kassius in Syrien (nach Chr. Geb. 17;) machte Pescen« tnne: Niger dem Cäsar SeptimmS Severus das Reich