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Sulamith · 1812-01-01 · Heft 1 · p. Seite 8

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Journal
Sulamith
Volume
4 (1812)
Issue
Heft 1
Article
Die Juden in Rom
Date
1812-01-01
Page
Seite 8 (sequence 6)
Language
German
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s hatten sie ein eigenes Gericht in Glaubenssachen (p fl'* *). Die meisten wohnten jenseits der Tiber auf dem Vatikanischen Hügel, von wo sie erst nach vielen Jahrhunderten vertrieben wurden, auch wohl auf dem Berge Janikulus. Späterhin bezogen sie die Insel in der Tiber*). Oktavians Nachfolger, Tiberius Casar, war den Juden abhold. Er ließ ihre junge Mannschaft mit Gewalt zur Mlli; ausheben und unterwarf sie der härtesten Kriegszucht. Viertausend Jünglmge, libertinischer Abkunft, Juden und Aegypter, wurden in die verpesteten Sümpft von Sardinien geschickt, um die Räuber zu bezwmgen, die in der Insel hausten. Daß sie selber den Tod dort einathmen würden, achtete man nicht **). Auch lateinische Namen, die wohl zum Theil durch Prose- Irren, deren es damals viele gab, unter ihnen eingeführt siyn mochten, tteberhaupt nahmen sie in den alten Zeiten mehr von den jandessitten und der iandeSsprachc an, als spater. Die Gemara und die, welche sie aus dem Morgen brachten, von der einen, und das kirchliche Christenthum von der andern Seite, zogen erst in der Folge schärfere Granzlünen. *) Phii. de legat. Cap. IX. — Noch im izten Jahrhunderte hieß die Brücke, die nach der Enaelöburg rührt (Pons Aeiiiis) di e Juden brücke. (LasnrrZv IVII. (!i. Viü. p. 217.) **) Ti'.f. Arnal. lib. II.— Suct. Lib. UI. 3b. — Nach Joseph war die Ursache jenes Unglücks, die Betrügerei einiger, ihrer Umnaten wegen ans Palästina vertriebener Inden, weiche in Rem den Schein der Frömmigkeit annahmen und das Gesetz anslegten. Von einer vernehmen und frommen Römerm Fulvia, die dem jüdischen Glanben rüg'ckan war, empfingen üe Gold und Kosibarleitcn für d.n Tempel und behielten solches. Saruerün, Fulrias Gemahl, bettagr-.' sich darüber beim Karrer, und darvln erging dessen hartes Gericht.

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