Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1811)
- Article
- Schriften von, für und über Israeliten [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 409 (sequence 13)
- Language
- German
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409 Auf keine Weife würde es Ihnen etwas helfen» wenn Eie die Juden - Gemeinden oder Rabbinen officicl über das, was ihre Religion zuläßt oder nicht, vor den neuen Verordnung befragen wollten. Es ist sehr schwer, ja fast unmöglich, ein einstimmiges Urtheil von den Juden über das, was ihre Religion in Collistons, Fällen erlaubt, oder nicht erlaubt, zu erhalten. Dies kommt vornehmlich daher, daß die Juden kein Oberhaupr der Kircl>e haben, dessen Ausspruch allgemein gültig wa« re; daß daher jeder Jude, Schriftgelehrter, gewisserma« ßcn Theologe ist, selbst über Religionssachen absprechen und urtheilrn darf, und so natürlicherweise ewige Wider« spräche und entgegengesetzte Meinungen, über verschiedene und gerade die wichtigsten Punkte, nicht zu vermeiden sind. — Geben Sie nur erst das Gesetz und Sie werden finden, daß niemand ihm zuwider handelt. — Daß Sie bei Ihrem ausgedehnten Plane auch die Zu« lassung zu allen Aemrern und Staats-Diensten, nämlich bei erprobter Fähigkeit und wo der Unterschied der Stände es gestattet, einräumen werden, setze ich voraus, und be« rühre diesen Punkt nicht weiter, der viel wichtiger ist, als man glauben sollte, und gewiß auf die Gemächer der Ju« den mehr, als alle andre bewilligte Freiheiten wirken würde. Ich habe Ew. rc. ut diesem Brief manche Idee hin« geworfen, die Sie vielleicht nicht uninteressant finden wer« den, obschon ich sie nicht weiter ausgeführt und entwickelt habe. Wünschen Sie von einer oder der andern eine na- Ul. Iabrg. Band. F f