Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1811)
- Article
- Israelitisches Schulwesen
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304630-10858312-2305706--03412-2306204- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
3 71 grund hierzu, in Erfüllung jener großen Pflicht der Dank« barkeit geg.11 unfern allgeliebten Monarchen, für seine väterliche Versorge und unaufhaltsame Thätigkeit, durch zweckmäßigen Unterricht das Glück seiner sammtlichen Unterthanen zu gründen, und ihm Festigkeit und Dauer zu geben. Wohl stehet dieser Vater des Vaterlandes es ein, daß diejenige Regierung die beste ist, welche das Volk durch die Erziehung und drn Unterricht dahin zu leite» verstehet, wohin nämlich das Beste des Staats es for« dert, das heißt: ihm solche Sitten und Gesinnungen ein« zuflößen, die von selbst zu gemeinnützigen Handlungen führen, ohne iinmer durch den Sporn der Gesetze und die Furcht vor der auf die Uebertretung bestimmten Strafe, angetrieben zu werden. Und erwäget Ihr endlich, daß Moral der wefentli« che Kern der heiligen Religion, dieser Himmelstochtcr, dieses Ausflusses der Gottheit ist, und daß alle übrigen Gebote bloß als Mittel zu diesem großen einzigen Zwecke uns gegeben sind, so könnet Ihr, wenn Ihr Eucrn Kopf und Euer Herz zu Rathe ziehet, und von Leidenschaften nicht geblendet seyd, unmöglich einen Augenblick anstehen, um nicht auf der Stelle den Entschluß zu fassen, Eure sammtlichen Kräfte aufzubieten, die Vorschriften der Mo« ral durch Aufmerksamkeit und Fleiß Euch eigen zu machen, und sie durch Euer ganzes Leben, in allen seinen Lagen und Situationen als unabwcichliche Norm zu befolgen. O! möchten doch diese Worte, die ich Euch, meine Liebe», jetzt ans Herz lege, Wurzel fassen, möchten sie bald Blüthen tragen, und endlich zu herrlichen Früchten gedeihen! —Sicher würde dann jeder von Euch zu eine»