Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1811)
- Article
- Israelitisches Schulwesen
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 4)
- Language
- German
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-- z6z Wen» nun dieser in seiner Jugend derWillkühr seiner Neigungen und Leidenschaften preis gegeben wird; wen« seine mannigfaltige und verschiedenartige Scelenkrafte und Anlagen nicht angcbauet, geordnet und kultivirt werden, wenn derselbe nicht durch thätiges und rastloses Strebe« wohlthätiger Eitern und Lehrer, vorzüglich durch ihr vorleuchtendes Beispiel zu jenem großen Zweck seines DaseynS, zu dem der Urheber der Natur ihn bestimmt hat, nämlich zur Liebe Gottes und des Nächsten, hingeleitet wird, so wird er, da er seine Seelen - und Körperkrafte für das Beste des Allgemeinen anzuwenden, und seine Begierden und Leidenschaften zu bezähmen nicht gelernt hat, von Abgrund zu Abgrund mit unwiderstehlicher Gewalt hingeris. sen, und sinkt, trotz der Fähigkeit eines Engels, die Gott in seine Seele gelegt hat, tief, sehr tief unter das Thier hinab. Erziehung -also und Unterricht ist das mächtige Schwung -und Triebrad, den Vollkommenheiten eines Seraphs — so weit es dem Menschen hienieden mv'glich ist —» uns zu nähern, oder dem Verworfensten der Geschöpfe ähnlich zu werden. Diese, nachdem sic schlecht oder gut angewendet werden, sind die sichersten Mittel, dem Men» schen die Welt in einen Himmel oder Hölle zu verwandeln, und durch Hunderte der Beispiele der Itzt-und Vorwelt wäre ich im Stande es zu erproben, daß eine vcrnachläßiare oder sorgfältige Erziehung, rin schlechrer »der guter Unterricht, das Wohl oder Weh der Menschheit befördert. Wenn nun Erziehung und Unterricht die einzige Bafis ist, worauf b>e Glücke oder Unglückfeligkeit eines Men» C c a