Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Curiosa
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 3)
- Language
- German
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348 von Oesterreich dienen viele derselben. Nach den glaub« würdigen Nachrichten des Herrn vr. Jekel (S. Polens Staatsveränderungen u. s. w. Wien rgoz. S. 58.) dienten allein im franz. Revolutionskriege 15000 Jsraeliten unter Oesterreichs Fahnen. Daß übrigens nicht alle Israeliten in London Degen tragen, wird jeder Sachverständiger wohl leicht einfehen. Mögen neuere Verfasser in ihren für die Jugend bestimmten Schriften dergleichen unwahre und absurde Schil« derungen sorgfältig vermeiden, und vielmehr jeder Trennung der Gemächer mit Kraft entgegen arbeiten; denn die Beförderung der gegenseitigen Menschenliebe ist ja das wohlthuendste, segenrrichste Geschäft auf Erden! — In dem Naturalienkabinette eines frommen christli« chen Einwohners in Holland zeigte man noch vor Kurzem — man denke — einige Stücke von der Aegypti« schen Finsterniß, die man mit Händen grei« fen konnte. Dieß hat in der That mit jener Schil« derung Aehnlichkeit, die uns ein bekannter deutscher Dich« 1er von einem gewissen frommen Maimr entwirft, welcher sogar ein Stück von jener Leiter zeigte, die unser Erzvater Jakob einst im Traum gesehen. Mit welchem Amtseifer protestirten noch vor wtnigen Jahren manche jüdische Theologen gegen das Tragen der Zöpfe, die sie — sonderbar genug — beim Israeliten als das Aushängeschild des Freidenkens betrachteten! —