Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1811)
- Article
- Schriften von, für und über Israeliten [Rezension]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 344 (sequence 3)
- Language
- German
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- Niger 1× ep/1824046
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344 Drei Freunde hat der Mensch auf dieser Welt: wie betragen sie sich in der Todesstunde? — Das Geld, das er für den besten Freund hielt, verlaßt ihn zuerst und geht nicht mit ihm. Seine Anverwandten und Freunde begleiten ihn bis zur Grabespforte, und kehren wieder in ihre Hauser zurück. Der dritte, dessen er im Lebe» am meisten vergaß» sind seine guten und edlen Handlun« gen. Sie allein begleiten ihn bis vor den Thron des Weltrichters; sie gehn sogar voran, sprechen für ihn, und finden Gerechtigkeit und Gnade. * * * Es ist sehr lobenSwerth» daß Herr Bock diese Er« zLhlung in feinem Lesebuche ausgenommen hat. — Leider, giebt es noch hier und dort viele Israeliten, die sich auf den zufälligen Besitz ihres Vermögens viel zu Gute thun, darauf den größten Werth setzen und sich über andere we« niger bemittelte, aber oft achtungswürdege Menschen deshalb erhabener dünken. Die Jugend frühzeitig, besonderin einem Zeitalter, wie das unsrige, wo der Israelit sich nicht bloß durch Geld ein scheinbares, sondern durch Anwendung seines Fleißes und seiner Kräfte ein wirkliches Ansehen erwerben kann —auf dergleichen herrschende Uebel belehrend aufmerksam zu machen, verdient gewiß den Beifall jedes biedern Israeliten und Menschenfreundes. Dav. Frankel, Von der bekannten Schrift: Fragmente aus dem Talmud und den R a b b i n e n. Versuch eines Beitrags zu den Ak-