Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Sonnenstäubchen
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 288 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Cicero 1× ep/1024888
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m Die meisten Philosophen unserer Zeit gleiten den Wegweisern auf der Heerstraße: sic zeigen dem Wanderer die rechte Bahn, ohne sie jemals selbst zu gehen. Die Ungar» jammcrten sonst über die Galläpfel an den Eichen, wegen verdorbener Eichelmast. Eo ist Manchcr im Besitz des Bessern, und beklagt sich ans Mangel an Einsicht, wenn ihm das Gewöhnliche und Alltägliche, woran er gewöhnt ist, gebricht. Cicero sagt von den Auguren: sie können einander nicht ansehen, ohne zu lachen. Dieß gilt leider auch von den meisten Philosophen und Moralisten unserer Zeit. Eich in alle Verhältnisse des Lebens fügen können, setzt Kraft voraus; hier ist das eigentliche Feld des morakischen Heroismus. Es giebt Menschen, die ohne Dcnkkraft doch recht gut denken, und ohne alles intellektuelle Vermögen doch eine richtige Logik haben: ich meine die, welche sich immerwahrend mit ihrem Bauche unterhalten, — denn die Olaheiten nennen das Denken die Sprache im Bauche. Nichts sey man halb — cs ist nichts erbärmlicheres, als zwischen Extremen zu schwanken. Der halb bekehrte Skeptiker wankt noch zwischen zwei Welten: er glaubt zweifelnd und zweifelt glaubend. M. Fr.