Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Job's erste Klage
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 2)
- Language
- German
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Zn schwarz Gewölk gehüllt, sey er ein Schrecken; Sein finstres Aug' schau' nie den Sonnenstrahl. Und jene Nacht — in künft'ger Monden Zahl Wcrd' ihr kein Platz, und an des Jahres Lage Darf sie sich traulich nicht mehr rcih'n; es schlage Ihr nie die Nachtigall im stillen Hain; Verödet stets und graunvoll muß sie seyn. Es fiucheu ihr, die Unglnckstagen fluchen, Die ihre Eh' verwünschend, sie bercun; Vergebens muffe sie die Sterne suchen, Vergebens ihrer Dämmerung Silberschein: Sie sch Auroren mit den Feuer-Rossen,׳') Nie inehr des jungen Morgens ersten Strahl: Weil sie den Mutterleib mir nicht verschlossen, Nicht dadurch mir verborgen meine Quaal. — Wozu trat ich ans Licht, ich Unglückssehn? Warum verschied ich nicht im Mutterleibe schon? — Wozu sog ich die Milch aus Mutter - Brüsten, Wozu gab's Lippen, die mich schmeichelnd küßten? — So lag ich jetzt in sanfter Ruh gewiegt, Und schlief — o hatt's das Schicksal so gefügt! — Bei Königen selbst und Herrschern auf Thronen, Den man einst stolze Mausoleen gebaut; Bei Fürsten auch, die Gold in Millionen, Ihr ganzes Hans mit Silber voll geschaut. Warum ward ich der Fehlgeburt nicht gleich, Die werdend noch schon sinkt ins Schattenreich? *) Konnte denn Hiob von dieser Mythe schon etwas geahnter Huben? D. H. 111. Jzhrz. Bau-. U