Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Über die Fortschritte der Hamburgischen Israeliten in der wissenschaftlichen und sittlichen Bildung, besonders in der Erziehung
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 2)
- Language
- German
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den gesittetsten Einwohnern Hamburgs beigezählt werden und nie hat wenigstens zu unfern Zeiten, selbst die gemeine Klasse der Israeliten, zu gegründeten Beschwerden oder zu besondcrn Strafgesetzen Anlaß gegeben. Daß ich hier einzelne verdorbene Mitglieder dieser Gemeinde so wenig, als so manche schlechte Menschen der (bis) jetzt herrschenden Religionsparthey, verdienten Vorwürfen entziehen will, verstehet sich von selbst. Weit entfernt, bei den sehr wenigen Nahrungswegen, die ihnen offen standen, die allgemeine Vorliebe für den Handel zu zeigen, die ihnen so oft, selbst von Kaufleuten, ist vorgeworfen worden, sehnten sich vielleicht nirgend mehr als in Hamburg die Israeliten .einen weitern Spielraum für ihre Thätigkeit zu gewinnen. Nach Verhältniß ihrer Anzahl bildeten .sich unter ihnen der Aerzte nicht we- Niger als unter ihren übrigen Miteinwohnern, indcß an- Herr von ihnen sich auf nützliche Künste legten, die Talente fordern. Die Pramicngesellschaft in Koppenhagen zur Anftellung junger Israeliten bei Handwerkern, war nicht lange gestiftet, als hiesige Handelsmänner Israelitischer Religion sich bceiftrten, durch freiwillige Beitrage zu einem so edlen Zwecke mltzuwirkcn. Die ärmere Klaffe, die bloß zu der niedrigen Art des Kleinhandels verdammt schien, enthalt eine Menge fleißiger Tagelöhner, selbst einige Hand- Werker, die im Stillen für ihre Glaribensgenoffen arbeiten. Vor nicht gar langer Zeit wurden Kinder Israelitischer Elkern noch von den öffentlichen Unterrichtsanstalten zurück« gewiesen, ja bis jetzt sind ihnen die meisten Prioatinstitute, fo wie alle nieder« Volksschulen, verschlossen. Wäre es