Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd.4 H. (1811)
- Article
- Biographie des Herrn Lucius Liffmann, der Heilkunde Doktor
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 19)
- Language
- German
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*3S an ihm einen schätzbaren Schriftsteller, sein Vaterland ei» nen edlen Bürger» seine Glaubensgenossen einen Mann, auf den sie stolz seyn konnten» die Aerzte einen vertrag!!- chen, friedliebenden Gehülfen, Mariane den treusten Geliebten, seine Freunde einen biedern Freund. — Als man Kancrin eine Belohnung erthcilen wollte» schlug er sie großmüthig mit nassen Augen aus und sagte: ״Was ich that, that ich aus Liebe und Achtung. So etwas lasse ich mir nicht bezahlen." — Die Ko'rperhülle des Verblichenen wurde am 1 DtK Nachmittags zur Erde bestattet. Ein zahlreiches Gefolge, das nur durch sein Gcschwirre den Eindruck stiller Trauer störte, begleitete sie. Es war ein schöner Tag» die Sonne strahlte in ihrem winterlichen Glanze. Auch ich folgte in einiger Ferne. Eine heiße Zähre zitterte auf meiner Wange, als der Sarg verschwand. Wie gut Liffm ann war, sah man daraus, daß die Besten aufs Beste, die Schlimmsten aufs Schlimmste von ihm sprachen. In Frieden ruhe er in der Wiege des zweiten Lebens und seine Grabschrift heißt: Die Erde sey ihm leicht! Kaffel Dl־. P. F. Bckde.