Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 2 H. (1811)
- Article
- Über Schaatnes [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 2)
- Language
- German
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tzes, darf es wohl in seiner Wirkung naher beleuchtet» darf eben diese Wirkung wohl berechnet werden. Dem biblischen Verbote der Vermischung gewisser verschiedenerliger Pflanzenstoffe oder der Paarung verschiedenartiger Lhiere, wäre also, in dieser Hinsicht, ebenfalls eine jede menschliche Ansicht abzugewinnen. Und so wird uns die« fes Gesetz, wenn wir es in seiner Wirkung auf den Wohl« stand des Volks betrachten und dabei nur einen flüchtigen Blick auf Zeit, Sitten und besondere Umstande werfen — sonderbar genug — ein Prohibitiv > System darstellen, welches wohl zweckmäßiger nicht aufgestellt werden konnte «nd, wenn seiner Wirkung nur sonst keine Hindernisse im Wege standen, auf jeden Zweig des gemeinnützigen Schaf« fens einen heilsamen Einfluß haben mußte. Das Verbot des Tragens vermischter Stoffe, schloß alle dergleichen im Auslande verfertigte aus. Vielleicht kleidete sich der Ausländer, mit dem man Verkehr haben konnte, bloß in solche zusammengesetzte Zeuge. Es wäre darum wenigstens immer interessant, dieses zu untersuchen. Denn schon da« durch würde der inländische Gcwerbfleiß gehoben worden feyn. Besonders aber mußte der Umstand, daß dieses Gr« fetz alles rein produzirt und verarbeitet haben wollte, mächtig und veredelnd auf die ursprüngliche Erzeugung so-- wohl als auf die Verarbeitung eines jeden Gegenstandes wirken. Cs ist wohl unläugbar, daß, wenn dem menschlichen Fleisie immer nnr einfache von allem Fremdartigen so viel als möglich abgezogene Gegenstände dargcboten werden, er dann alle seine Anstrengungen vereint und um so wirk«