Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Eine Blume auf das Grab des Herrn Jakob Stern, Mitglied des Israelitischen Vorstandes zu Frankfurt am Main
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 3)
- Language
- German
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61 welcher er alles umfaßte, vertheid igte, was seiner Den« kungsart gemäß war. Mit bewundernswürdiger Beharrliebkeit arbeitete er an seinem Lieblingsplane, einer bessern Israelitischen Schuleinrichtunq, eine Reihe von Jahren, die verschiedensten Zeitverhaitluffc hindurch, und nie konn r er es über über sich erhalten, ihn ganz als unausgeführt zu betrachten. Schon vor etwa n Jahren arbeitete er, mit der Beihülfe eines seiner würdigen Freunde, einen Plan zu einer allgemeinen, nach dem Muster der kaiftrlich - österreichischen Norinalschule eingerichteten Schuianstalk aus. — Eine so große Wohlthat dieß nun auch vorzüglich bei der damaligen unter aller Beschreibung elenden Schulcin« richtnng gewesen wäre, so wurde dieselbe dennoch durch den Eifer einiger nicht sowohl übel « intentionirten, als übel - berichteten Männer, welche Religion und Aufklärung als heterogene Gegenstände zu beirachten gewohnt waren, hintcrtricben. Der Eifer der würdigen Männer, welche demselben beiqetretcn waren, erkaltete, und schon damals hatte er den Kummer, seine schönen Plane gcdeutclr und entkräftet zu sehn. Gekrankt über das Mißlingen seiner rdcln Absicht, aber keineswegs abgeschreckt fortzuarbeitcn für Licht und Recht, zog er sich auf lange Zeit in die Stille des Privatlebens zurück, als die Berufung des großen S a n h e d r i n s in Paris seinen Enrhusiasmus aufs neue entstammte. Diese Versammlung, von welcher sich jeder gutdenkende Israelit die glänzendsten Ei> Wartungen machte, hing zu innig zusammen m l dem hei« ßcsirn Wunsche seines Herzens, als daß er bloß einen