Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Einige Gedanken über den Werth und die Bestimmung des Weibes und die Nothwendigkeit, es für solche zu erziehen, zu bilden
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 2)
- Language
- German
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40 als in welchem es gewöhnlich genommen wird. Nicht die Schönheit der Gesichtsbildung, nicht die Grazie des Aeu. ßern und des natürlichen gefälligen Anstandes, erwirbt ihm den Namen des schönen Geschlechts, sondern die mannigfaltigen Vorzüge, die auS inner« Vollkommenheiten, aus angeborner Herzensgüte, Milde» Sanftheit, aus dem regen Sinne für alles Edle und Schöne, aus natürlichen Geistesgaben entspringen, diese sind es, welche dem weiblichen Geschlechte den Namen des schönen Geschlechts erwerben, und es desselben würdig machen. Wenn Individuen in den höher» Menschenklassen, und Tausende in den nieder», diesen von der Natur ihnen zugedachten Namen nicht verdienen, so lieg! es nicht an der Unfähigkeit derselben, sich dessen werth zu machen, sondern an der äußern Lage, an den Verhältnissen, welche die Ent- Wickelung des Keims weiblicher Vollkommenheittu hindern, wenigstens nicht begünstigen; an der Verwahrlosung und Vcrnachlaßigung der Ausbildung der herrlichen Vorzüge, womit die Natur das weibliche Geschlecht so reichlich ausgesteuert hat. Blicken wir aufmerksam im unermeßlichen Reiche der Schöpfung umher, so finden wir tausend Gegenstände, welche durch das Hinzntreten des Menschen erst in den Stand der Veredlung sich erheben, wo der Mensch bestimmt ist, das Werk des Schöpfers fortzusctzen, wo die Kunst der Natur die Hand bieten muß. Dieses ist auch der Fall in Hinsicht auf Menschenbildung, Menschenveredlung. DieKaraiben, dieHuronen sind auch Menschen, aber welch ein Abstand zwischen diesen, und dem ver-