Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1811)
- Article
- Kassel [Nachricht]
- Date
- 1811-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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II von sich scheiden sahen, so blicken auch wir, deine Eltern, ans deinen nahen Abschied hin, meine Tochter; und »i« sie beim Abschiede dieselbe segneten, so werdet auch ihr, meine Kinder, von dem redlichen Vater gesegnet, der seine fromme Blicke für euer Wohl $ura Himmel erhebt, und von der zärtlichen Mutter, die ihr häusliches Glück s» gern auf ihr geliebtes Kind sorterben möchte. Denn schon der Rcligicnvlchrer, den Beruf und Pflicht zur Mit. thcilung eines solchen Segens verbinden, wenn schon die «msiehenden Bekannten, welch« die Freundschaft zur Theil« nähme an einer solchen Handlung berief, sich zu den warm» sicn» herzlichsten Empfindungen erhoben fühlen: wie vielmehr bas väterliche Herz, das dich jetzt, meine Tochter, seiner nähern Aufsicht entläßt, das dich mit den gefühl« vollsten Regungen auf deine Laufbahn begleitet» das dir für diese Dahn gern einige Wünftl)e und. Erinnerungen mitgcbcn mochte. O es sind hohe, wichtige Augenblicke, die gegenwärtigen, wo ihr» meine Kinder, Hand in Hand vor mir stehet, wo ihr vor dem Ewigen «md vor diesen umstehenden Freunden, ruck auf immer verbinden, wo ihr euch durch diese Verbindung eine Menge neuer Pflichten, dir ehrwürdigsten und heiligsten Pflichten euch auflegm wollet. Wir wollen sie nützen und fesihaltea, diese flüchtigen Augenblickes wollen an dem'Anfangspunkte dieser großen Laufbahn mit ernstem ftierlichgestimmten Nach« denken verweilen» und sehm, ob wir euern Geist, vielleicht für diese ganze Zukunft, zu einigen Vorsätzen und Gest«, uungen rinweihm können, wie sie dieser feyrrlichm Hand« lung und jener Laufbahn gebühre«»."