Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1810)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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m sagt: daß dieses Werk nicht für Kinder bestimmt ist , so sitzt doch der Unterricht in einer abstracrcn Materie,- wie die Grammatik, besonders in der hebräischen Sprache, die so wenig Ausdrücke für Abstracto hat, und nun so mehr, verbunden mit der Vernunftlchre, nicht gemeine Sprachkcnnrniß des Lehrlings und um so mehr des Lehrrers voraus, welches, wie die einstimmige Klage aller hell« denkenden Israeliten lautet, bei dem größte» Theilc der dem Geschäfte des Unterrichts sich widmenden Individuen, bis jetzt der Fall nicht ist. Und — dieser Fallabgercchnet, wozu die doppelte Mühe des Ucbersetzcns? Zwar hat, wie der Verfasser in seiner Vorrede sagt, jemand cs unternommen, die ersten zwei Abschnitte dieses Werks zu übersetzen, mit sogenannten jüdisch-deutschen Lettern abdrucken zu lassm, und unter einem andern Titel als Or!- ginal hcrauszugeben; allein dieser Plagiarius machte sich nur allzukennbar, indem er selbst die Druckfehler der ersten Auflage dieses Werks in, seiner Uebcrsetzung aufuahm, lieber die Zugaben, Berichtigungen, Erklärungen und Erweiterungen-vorliegender zweiten Auflage im Verhältnisse zur ersten, vermag Ree. nicht zu urthcilen, da er trotz seiner Bemühung keine erste Auflage zur Hand bekammen konnte, um solche mit vorliegender zu vergleichen. Papier und Druck sind schön. Nur Schade, daß so mancher den Sinn entstellender Druckfehler sich ringeschlichen hak, welches bei einer Sprachlehre um jo odiöser,' als bei vorliegendem Werke uni so auffallender ist, da doch der Verfasser selbst als Corrcctor in der Officin des Herrn Echmids stehet.