Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1810)
- Article
- Ist es wahr, daß die heutige Erziehungs- und Unterrichtsart der Israelitischen Jugend, im Widerspruche mit den Vorschriften der Talmudisten steht? Oder stimmen sie nicht vielmerh mit jenen Vorschrift
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 2)
- Language
- German
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Sic neuere ,Pädagogik hingegen, nach welcher du׳ Iw gend n!:t Erlernung der Sprachen» der Künste, Wissenschäften rr. s. rv. beschäftigt sryu/sll, verfehle daher dri! Zweck der Talmndisten — Echriftgelehrtc zu bilden — und schadet daher ihrtt'Mcinung nach, statt daß sie nu« tzcn stellte. Sollten aber unsere Talmudist׳::! wirklich nur Schriftgelehrte bilden wollen, da wir doch noterisch wissen, daß cs doch iinter Ihnen Gelehrte aller Art, ja selbst Hand- Werker gabt Dieses ist wohl nicht wahrscheinlich. Es scheint mir vielmehr in der llebersttznug und Anslegung jener angeführten Vorschrift der Talmndisten zu liegen, welche weder sprach-noch fachr.'chtig sind, und die unsere heutigen Schriftgclchrtcn irre geleitet haben. Mit wclchem Rechte wohl hat man das Wort mit: heilige Schrift, tww2 mir: Misch na, und גי?רה mit: T ä 1111 ü d übersetzt? Mir — der zwar nichts weniger als rin Kenner der hebräischen Sprache ist — schien jene Uebersehünz von jeher zweifelhaft, weil ich den Sinn nid von den Stammworkcrn abienen konnte, da, wie cs mir schien, ניקרא vielmehr wi; רןרא lesen, und נמרה vielmehr von גטי «■ vollenden, Herzukonimen schien. Erst durch das Studium der Geschichte der Erziehung der Griechen *) wurde mein Zweifel über die richtige Ucbersttzung jener Worte starker, und durch eben diese Ec« *) Siche F u 11 r e n s Ncal - Wörterbuch, Artikel oäucator. Ferner: Yoyagc da jeuu-j Aa«‘.1:1{׳rsis,